Hydrodynamisches Paradoxon
Man kann mit Strömungen Unterdrucke gegenüber der umgebenden Luft herstellen. Dieses
Phänomen wird Hydrodynamisches Paradoxon genannt. So ist es beispielsweise möglich, die
Flamme eines Bunsenbrenners zu beeinflussen. Wenn man zwischen einer Metallwand und einem
Bunsenbrenner mit Hilfe von Druckluft einen Luftstrom strömen lässt, erreicht man große
Strömungsgeschwindigkeiten. Die Flamme des Bunsenbrenners wird in Richtung Wand
gezogen (Abb. 1).
Haben Sie schon einmal eine Masse nur mit Hilfe eines Luftstroms gehoben? Nein? Dann
zeigen wir Ihnen wie!
Man benötigt hierfür einen Pappkegel und einen dazu in den Abmessungen passenden
Glastrichter. Nun wird an dem Trichter ein Schlauch angeschlossen und das System mit
Druckluft konstanter Geschwindigkeit durchströmt. Nähert man sich dem Pappkegel mit dem Glastrichter
(vgl. Abb. ) ist die Strömungsgeschwindigkeit
um den
Kegel zunächst relativ klein. Bei weiterer Annäherung steigt die Strömungsgeschwindigkeit
immer mehr und ab der Distanz
h = 5 cm zwischen
Trichter und Kegel wird der statische Druck so gering, daß der Pappkegel gegen die Schwerkraft in
den Glastrichter gehoben wird. Die durch den Unterdruck verursachte Kraft auf den Kegel ist
größer als sein Gewicht.
Universität Würzburg